Korrekturen und Ergänzungen

Die Gesellschaft zeigt an dieser Stelle wichtige Korrekturen und Ergänzungen zur Carl-Schmitt-Literatur an. Der Schwerpunkt liegt dabei auf edierten Primärquellen wie Tagebüchern, Briefsammlungen und Dokumenten, die von der Gesellschaft und ihren Mitgliedern herausgegeben wurden. Die Gesellschaft lädt die Forschergemeinschaft ein, ihr Korrekturen, Unklarheiten und Ergänzugen mitzuteilen. Berücksichtigt werden inhaltliche Fehler, formale nur, soweit sie den Inhalt berühren.   

Carl Schmitt: Glossarium. Aufzeichnungen aus den Jahren 1947 bis 1958. Erweiterte, berichtigte und kommentierte Neuausgabe, hrsg. von Gerd Giesler und Martin Tielke. Duncker & Humblot, Berlin 2015.

S. 73, Z. 11 v.u.: nicht „bestanden“, sondern „be[i]standen“.

S. 172, Z. 8 v.o.: nicht „Danzenbrinck“, sondern „Danzebrink“ (ebenso S. 466 u. Reg.).

S. 275, letzte Z.: nicht „Lurche“, sondern „Lerche“.

S. 277 neue Legende: Zeitungsausschnitt vom 2.6.1952 eingeklebt. Darüber: „2. Juni 1952.“ Links teilw. in Steno: „Am gleichen Tag auch erfahren, Ernst Robert Curtius erhält den […] p. l. mérite! 1954 [1959?] Einige Zeit später: erfahren, dass der Arme einen Schlaganfall erlitten hat und nicht mehr sprechen kann.“

S. 281, 5. Z. v.u.: nicht „den richtigen Anfang“, sondern „den richtigen Ansatz“.

S. 309, FN 1: nicht „2.1.55“ sondern „12.1.55“.

S. 366 zu 6.10.57: nicht „Connaisseur“ sondern „Connoisseur“.

S. 390, Mitte: nicht „Schulmeister Jul. Schering“, sondern „Schulmeister Jul. Schwering“.

S. 407 zu 7.9.47 einfügen: Paul Adams kannte die Stelle… – In der deutschen Übersetzung (Léon Bloy, Der undankbare Bettler, Nürnberg 1949, S. 194, Tagebuch-Eintrag vom 22.6.1894) lautet sie: „An eine junge nordische Katholikin, die ihr Herz an einen konvertierten Juden verloren hat: ›Ich kann Sie leider zu Ihrer Wahl nicht beglückwünschen, armes Mädchen. Von allem Anfang an wurde die jüdische Rasse von den übrigen Menschenrassen getrennt, und zwar so scharf getrennt und so ausdrücklich letzten Geschicken vorbehalten, daß bei allen Völkern Verbindungen mit Juden stets als eine Art Frevel betrachtet worden sind. Wenn Sie durchaus die Frau eines, wenn auch konvertierten, Juden werden wollen, so haben Sie damit zu rechnen, einem tödlichen Fluche zu verfallen, und das sage ich Ihnen im Auftrag Gottes, trotz aller gegenteiligen Versicherungen feiger oder verblödeter Priester, von welchen Sie vielleicht sonst noch einen Rat verlangen könnten.‹“ (Hervorhebung im Orig.).

S. 408 zu 13.9.47 aquae… – neuer Kommentar: Als Veronica Schranz sich wegen einer Festschrift zum 65. Geburtstag ihres Vaters an Walter Warnach wandte, fragte dieser Schmitt, ob er dazu beitragen wolle, vielleicht mit einem Aufsatz über Konrad Weiß. In einem Brief vom 20.1.1959 antwortete Schmitt, Veronica Schranz sei für ihn kein Problem, aber „es handelt sich um den Siedlinghauser Kreis als solchen, der sich nach 1945 sehr fühlbar von mir distanziert hat und zu dem Leute wie Döderlein und Niekisch eher gehören als meine vogelfreie Wenigkeit. Ich bin aus Schranz nach 1945 nicht mehr klug geworden. Eine unbefangene Aussprache war nicht mehr möglich, trotz mancher freundlichen Gesten und einer zweiten gutmütigen Bereitschaft zur Nachsicht und Wohlwollen.“ (Veröff. in Vorber.). In ihren Erinnerungen an den Siedlinghauser Kreis schreibt Veronica: „Obzwar es in der Freundschaft C. S.s zu meinem Vater nie zu einem Bruch gekommen ist, war C. S. nach 1954 nur noch zu kurzen Besuchen in Siedlinghausen.“ (Schmittiana III, 1991, S. 77). Die Gegnerschaft gegen Schmitt kam demnach weniger von Schranz selbst, der nach dem Ende des Dritten Reiches, wie aus dem Briefwechsel Schmitts mit Duschka ersichtlich, unverändert zu Schmitt gehalten hatte, als vielmehr von Mitgliedern des Kreises, vor allem wohl von Josef Piper, mit dem Schranz enger befreundet war als mit Carl Schmitt.

S. 409 zu 21.9.47 Rosenbaum – letzten Satz streichen, stattdessen: Wenige Tage zuvor hatte Duschka ihrem Mann mit gleichlautender Formulierung geschrieben: „Nun muss ich Ihnen noch berichten, lieber Carl, über meinen Besuch bei Dr. Br. Am Mittwoch war ich von 1 – ½ 3 bei ihm; es war eine sehr interessante Unterhaltung. Etwa im April hatte er Besuch von Dr. Rosenbaum (ehemals Hamburg) aus London als engl. Offizier. Er hat von Eislers erzählt und ließ nichts Gutes an Ihnen. Ich erzähle Ihnen alles mündlich.“ Carl Schmitt / Duschka Schmitt, Briefwechsel 1923-1950. Hrsg. von M. Tielke, Berlin 2020, S. 301.

S. 412 zu 2.10.47 Blüher, Erhebung – nicht „die deutschen Güter“, sondern „die christlichen Güter.“

S. 414 zu 7.10.47 neu: der Ausspruch, den der Vater von Kierkegaard… – Der Vater hütete als Kind auf der jütischen Heide die Schafe und fühlte sich verlassen und unglücklich. In dieser Stimmung verfluchte er Gott, was ihn lebenslang belastete. Vgl. Peter P. Rohde, Kierkegaard (Rowohlts Monographien), Hamburg 1959 u. ö., S. 40-42.

S. 418 zu 21.11.47 neu: Zurückweichen der Naturschranke – bezieht sich auf Georg Lukács, Geschichte und Klassenbewußtsein, Berlin 1923, S. 243; vgl. TB III, S. 478.

S. 418 zu 24.11.47 neu: Lenins Schrift über den Radikalismus – Der genaue Titel lautet: Lenin, Der „Radikalismus“, die Kinderkrankheit des Kommunismus. Hrsg. vom Westeurop. Sekretariat der Kommunist. Internationale, Leipzig 1920 u. ö. In Schmitts Bibliothek befindet sich ein annotiertes Exemplar der Erstausgabe (RW 265 Nr. 26674).

S. 420 zu 5.12.47 neu: Die Amnestie gehört… – vgl. Carl Schmitt, Amnestie oder die Kraft des Vergessens (1949), jetzt in: SGN, S. 218-221.

S. 423 zu 21.12.47 neu: Carus: Goethes „Wohlgeborenheit“ – bezieht sich auf Carl Gustav Carus, Goethe. Zu dessen näherem Verständnis, Dresden o. J., S. 235 ff.

S. 423 zu 23.12.1947 Hegel – ergänzen: s. auch ders., Hamanns Schriften. Notiz zu Hamann. Hrsg. und mit einem Nachwort sowie einer Bibliographie versehen von Till Kinzel, Wien 2016.

S. 425 zu 2.1.48 You can’t go home again – nicht „einer Novelle“, sondern „eines Romans“.

S. 428 zu 2.2.48 Bryce – bezieht sich auf: James Bryce, Moderne Demokratien. Bd. 1-3. Übers. von Karl Löwenstein u. Albrecht Mendelssohn-Bartholdy, München 1923-1926.

Ebd. zu Ostrogorski – bezieht sich auf: Moisej Ja. Ostrogorskij, La démocratie et lʼorganisation des partis politiques, T. 1-2, Paris 1903.

Ebd. zu Roberto Michels – C. S. bezieht sich auf: Robert Michels, Zur Soziologie des Parteiwesens in der modernen Demokratie. Untersuchungen über die oligarchischen Tendenzen des Gruppenlebens (Philosophisch-soziologische Bücherei, 21), 2. verm. Aufl., Leipzig 1925 (RW 579 Nr. 1105). Briefe von Michels an Schmitt sind mit Kommentar veröffentlicht in: Piet Tommissen, In Sachen Carl Schmitt, Wien 1997, S. 83-112.

S. 429 zu „ein Helot der knirschend schlang…“ – recte: „Ein Helot der knirschend schlürft‘ in Sklavennot“.

S. 436 zu 9.3.48 Vialatoux – In seinem Buch kritisiert Vialatoux Hobbes als den Begründer des Totalitarismus und schreibt ihm die Vaterschaft für Bolschewismus, Faschismus, Nationalsozialismus usw. zu. Vgl. Schmitts Ablehnung in: SGN, S. 139-151 sowie in: Der Leviathan, 1938, S. 111, 113 (FN), wobei er sich zustimmend auf die Polemik von René Capitant bezieht, der den „individualistischen Charakter der Staatskonstruktionen des Hobbes“ hervorhebt.

S. 443 zu 30.4.48 Die kleine Schrift „Land und Meer“ – am Schluss ergänzen: „In den neueren Auflagen von Klett-Cotta (zuletzt 8. Aufl. 2016) findet sich das Zitat auf S. 34 f.

S. 443 neu zu 4.5.48 Wehrlos reiche Frucht der Jahre… – Anfang des Gedichts, das den „Christlichen Epimetheus“ von Konrad Weiß einleitet.

S. 447 neu zu 26.5.48 Lies irgendjemandem heute, 1948, folgende Sätze vor – Der von Schmitt zitierte Text stammt aus G. K. Chestertons Essay ‚The Sultan‘, in: ders. A Miscellany of Men, London 1912 u. ö.

S. 448 neu zu 4.6.48 auf Cicero hackten sie los, der große Theodor Mommsen an der Spitze – vgl. Theodor Mommsen, Römische Geschichte, Bd. 4, 5. Aufl., München: dtv 1993, S. 175, 211 f., 313, 316.

S. 455 neu zu 7.7.48: Einführung des Glaubens der Gottgläubigkeit – Der Nationalsozialismus drang auf die Bezeichnung „gottgläubig“ statt einer bestimmten Konfession; aber auch „konfessionslos“ sollte so ersetzt werden. Die Absicht war, die konfessionelle Gespaltenheit Deutschlands durch eine gemeinsame Staatsreligion zu ersetzen.

S. 455 zu 14.7.48 Herbert Guthjahr – Laut Eberhard von Medem hat Schmitt von der Spitzeltätigkeit Gutjahrs nie etwas erfahren.

Ebd. Walter Lippmanns… – Lippmann entwickelte eine Theorie der „Atlantic Community“, zu der er neben Amerika ebenso Großbritannien, Skandinavien, die Niederlande, Belgien, Frankreich, Spanien und Italien zählte. Schon im Ersten Weltkrieg plädierte er für den Kriegseintritt der USA, da Deutschland mit dem U-Boot-Krieg den „Highway“ der Welt gefährde. Vgl. W. Lippmann, Early Writings, New York 1970.

S. 457 zu 1.8.48 Monsieur Béguin – ergänzen: Béguin war auch Herausgeber von Léon Bloy und Georges Bernanos.

S. 458 neu zu 1.9.48 Cautio Criminalis des Fr. von Spee – Der Jesuit Friedrich Spee von Langenfeld (1591-1635) veröffentlichte erstmals anonym 1631 sein Buch gegen die Hexenverfolgung.

Ebd. zu Dahm – „nationalsoz.“ streichen.

S. 461 neu zu 11.11.48 Julien Green – Schmitt besaß die Erstausgabe des Romans: Julien Green, Léviathan, Paris 1929 (RW 265 Nr. 24477).

S. 462 neu zu 14.9.49 Klages und die Folgen – bezieht sich auf Ludwig Klages, Der Geist als Widersacher der Seele, Bd. 1-3, München 1929-1932 u. ö.

S. 465 neu zu 10.3.49 Leistungsraum – eine Prägung von Viktor von Weizsäcker in ders., Der Gestaltkreis. Theorie der Einheit von Wahrnehmen und Bewegen, Leipzig 1940, S. 102. Schmitt nimmt sie auf in „Völkerrechtliche Großraumordnung“, vgl. SGN, S. 319.

S. 465 neu zu 13.3.49 der arme Bernanos auf der Unesco-Bühne – Die Rede hielt Bernanos am 12. 9. 1946 im Rahmen der „Rencontres internationales de Genève“, auf Deutsch erschien sie 1947: Georges Bernanos, Welt ohne Freiheit, Wien 1947.

S. 466 zu 22.3.49 The trend… – Z. 3 nicht „in Anm. 141“, sondern „in Anm. 161“.

S. 468 zu 27.4.49 fame praesenti… – Z. 3 nicht Hobbes, De homine X,4, sondern X,3.

S. 470 zu 17.5.49 Kemp – ergänzen: Literaturwissenschaftler, der sich insbesondere auch mit dem Werk Theodor Däublers und Konrad Weißʼ beschäftigte und als Vermittler der französischen Literatur eine bedeutende Rolle spielte. Im Nachlass Schmitts liegen 32 Briefe und 3 Postkarten von Kemp aus der Zeit von 1949 bis 1980.

S. 471 zu 17.6.49 Homer Lea – nicht: „sagte 1912 den Untergang des britischen Empire voraus“, sondern „… (1912) beschäftigt sich mit der Gefährdetheit des britischen Empire.“

S. 472 zu 23.6.49 Estrada-Doktrin und Bogota-Charter – Die von dem mexikanischen Außenminister Genaro Estrada Félix benannte, 1930 formulierte Estrada-Doktrin besagt, dass jede Anerkennung eines Staates eine völkerrechtswidrige Einmischung in die inneren Angelegenheiten dieses Staates ist. – Der offizielle Name der Bogota-Charter lautet: „Charter of Organization of American States“ (OAS). Der Artikel 9 lautet: „The political existence of the State is independent of recognition by other States. Even before being recognized, the State has the right to defend its integrity and independence, to provide for its perservation and prosperity, and consequently to organize itself at it sees fit, to legislate concerning its interests, to administer its services, and to determine the jurisdiction and competence of its courts. The exercise of this rights is limited only by the exercise of the rights of other States in accordance with international law.“ Mit der Charta verbunden war der am gleichen Tag (30.4.48) geschlossene Bogota-Pakt, der ein System kollektiver Sicherheit bieten sollte, jedoch wegen zahlreicher Vorbehalte einiger Staaten nur von wenigen ratifiziert wurde.

S. 472 zu 2.7.49 Carrion-Comfort – neuer Kommentar: Titel eines Sonetts des englischen Dichters Gerard Manley Hopkins. „Carrion“ definiert das Oxford English Dictionary folgendermaßen: „Dead putrefying flesh of man or beast; flesh unfit for food, from putrefaction or inherently“. Schmitt dürfte das Gedicht kennengelernt haben durch den Aufsatz von Irene Behn, Gerard Manley Hopkins und seine Dichtung, in: Hochland 32/2, 1935, S. 148-169. Hier findet sich auch eine Übersetzung des Sonetts, dessen Titel die Übersetzerin mit „Leichen-Labsal“ wiedergibt. Irene Behn gab 1948 in Hamburg bei Claassen & Goverts eine Auswahl der Gedichte von Hopkins heraus. Über den wenig bekannten Hopkins befindet sich in der Bibliothek Schmitts ein Sonderdruck von Friedhelm Kemp aus: Hochland 41, 1948/1949, S. 385-389, wo Kemp dessen Werk als das eines „schwierigst zugänglichen Dichters“ bezeichnet.

S. 473 zu 8.7.49 Wiener Emigranten namens Karpfen – am Ende ergänzen: Die Kritik von Bernanos an Carpaux ist auch auf Deutsch erschienen in: G. Bernanos, Gefährliche Wahrheiten, Augsburg/Basel [1953], S. 163-169.

Ebd. neu: Wie antwortet nun der alte Drumont-Biograph… – Bernanos hat keine Biographie des antisemitischen Pamphletisten Édouard Drumont (1844-1917) geschrieben, ihn jedoch in seinem Buch „La Grande Peur des Bien-pensants“ (Paris 1931) ausführlich und bewundernd gewürdigt.

S. 475 zu 4.8.49 Kirchheimer – Kirchheimer, während des Zweiten Weltkrieg im U.S. Office of Strategic Services (OSS) tätig, besuchte Schmitt 1949 und 1953 in Plettenberg; s. Carl Schmitt / Duschka Schmitt, Briefwechsel 1923-1950, Berlin 2020, S. 346.

S. 475 zu 20.8.49 Mioriţa-Schicksal – vgl. Mircea Eliade, Von Zalmoxis zu Dschingis Khan. Religion und Volkskultur in Südosteuropa, Frankfurt a. M. 1990; darin S. 235-267: „Das weissagende Lämmchen“.

S. 480 zu 26.11.49 Exposé des R. P. Bruckberger – vgl. dazu den Briefwechsel Schmitts mit Walter Warnach (Veröff. in Vorber.). Warnach übersetzte: Raymond-Léopold Bruckberger, Die Kosaken und der Heilige Geist, Karlsruhe 1952.

S. 481 zu 24.12.49 Hamburger Urteil gegen den deutschen General Manstein – zur Problematik s. F. J. P. Veale, Der Barbarei entgegen, Hamburg 1954, S. 252-268. Der englische Jurist und Historiker Veale (1897-1976) benannte als einer der ersten Kriegsverbrechen der Alliierten. Von ihm liegen 107 Briefe und sechs Postkarten im Nachlass Schmitts.

S. 485 zu 23.5.50 Vanini-Ode Hölderlins – nicht „Lucilio Vanini“, sondern „Giulio Cesare Vanini“.

S. 486 zu 15.6.50 Mit Mühe und Umständen… – Scheibert (1905-1995) war 1949/50 bei der Notgemeinschaft der Deutschen Wissenschaft für das Bibliothekswesen zuständig und bereiste in dieser Funktion die USA. Von ihm gibt es 36 Briefe, 14 Postkarten und 3 Telegramme im Nachlass Schmitts.

S. 502 zu 18.5.52 Dio Chrysostomos… – in Z. 6 nicht „Ester“, sondern „Esther“.

S. 502 zu 13.7.52 Großartig, was Günther Krauß sagt – Die Habil.-Schrift von Krauß hatte nicht den Titel „Homo homini homo. Zwölf Kapitel zur Relectio de Indis“, sondern: „Christentum und Humanismus im Völkerrecht“.

S. 521 zu 23.11.55 Caux – ergänzen: „… der Moralischen Aufrüstung, die in den 50er Jahren in Deutschland besonders aktiv war.“ Vgl. Frank N. Buchmann, Für eine neue Welt. Gesammelte Reden, Caux 1961.“

S. 521 zu 19.12.55 ein giftiger Morghenthau-Typ – nicht „Die Bösartigkeit…“, sondern „Das Bösartige…“.

S. 526 zu 4.10.56 Bitten Sie doch Herrn Kranzbühler – ergänzen: Vgl. Otto Kranzbühler, Rückblick auf Nürnberg, Hamburg 1949.

S. 530 f. zu 17.8.57 Herrlich dagegen Hans Freyer… – Die Geburtstagsrede Gehlens erschien unter dem Titel: Ein wahrhaft lebendiger Geist. Zum 70. Geburtstag Hans Freyers, in: FAZ vom 2. 8. 1957. Vgl. auch Carl Schmitt, Die andere Hegel-Linie. Hans Freyer zum 70. Geburtstag, in: Christ und Welt vom 25.7.1957.

S. 531 neu zu 6. 10. 57: Connoisseur of Chaos – Titel eines Gedichts von Wallace Stevens.

S. 534 zu 25.8.58 Quevedo – Das Wort „Monopantes“ hat Quevedo vermutlich aus den griechischen Worten „monos“ (einzig) und „pante“ (überall) gebildet. Der Übersetzer der deutschen Ausgabe von 1966 (Frankfurt: Insel Verlag), Wilhelm Muster, erläutert: „Quevedo meint Menschen, die, gering an Zahl, überall zu spüren sind und alles durchdringen.“ (S. 347).

S. 536 neu zu 30.12.58 „das waren Deine Glocken nie“ – aus dem Gedicht „Venus Religio“ von Richard Dehmel (1863-1920).

S. 538 zu Borgese – Borgese (1882-1952) Dichter, Litarurhistoriker und politischer Schriftsteller; Schwiegersohn von Thomas Mann.

S. 538, zu Just – am Ende ergänzen: vgl. Christian Tilitzki, in: Schmittiana VII, 2001, S. 299 f., Fußnote 76, wo die Titel des Ost-Experten Just genannt und eingeschätzt sind.

Stand 5.12.2020

Briefwechsel Ernst Forsthoff – Carl Schmitt (1926 – 1974), hrsg. von Dorothee Mußgnug, Reinhard Mußgnug und Angela Reinthal in Zusammenarbeit mit Gerd Giesler und Jürgen Tröger, Akademie Verlag, Berlin 2007.

S. 6, Anm. 6, Z. 1f.: nicht „Durch seine Prozessvertretung für das Land Preußen“, sondern „…für die SPD-Fraktion im Preußischen Landtag“

S. 13, Abs. 2, Z: 6.v.o.: nicht Grablege „des Königs“, sondern „des Kaisers“

S. 65, Abs. 2, Z. 4 v.o. sowie S. 374, Kommentar Nr.
32/5, Z. 4, 5 und 10 v.o. und S. 589, Register: nicht „Steininger“, sondern „Steiniger“

S. 356, Kommentar Nr. 8/1: nicht „Der Begriff des Politischen, 1928“, sondern „Der Begriff des Politischen 1932. Diese Ausgabe wurde bereits im November 1931 ausgeliefert“

S. 374 Kommentar zu Nr. 32/5, Z. 5 v.o. ergänzen: „Steiniger hatte 1928 bei Hensel und Schmitt promoviert, im 3. Reich lebte er in Berlin als Lektor und verfasste unter dem Pseudonym ‚Peter A. Steinhoff‘ historische Romane (u.a. ‚Der Schatten Gottes‘), ab 1939 bis 1944 in einem Bankhaus tätig, bis 1945 illegal in Schlesien…“

S. 419, Kommentar Nr. 97/2, Z. 2 v.o. und Register

S. 585: nicht „Friedrich von Menger“, sondern „Friedrich Menger“

S. 556.Titel ergänzen: 1941. Rezension zu Carl Schmitt, Der Leviathan…, in: Zeitschrift für deutsche Kultur, Philosophie. NF des Logos, Bd. 7 (1941), S. 206-214

S. 558, letzter Eintrag 1960: nicht „Merkur 14“, sondern: „151“

S. 578, Eintrag Beyerle: 364 statt 363

 


 

Carl Schmitt – Briefwechsel mit einem seiner Schüler
Herausgegeben von Armin Mohler in Zusammenarbeit mit Irmgard Huhn
und Piet Tommissen, Akademie Verlag, Berlin 1995.

S. 45, 4. Abs., 3. Z. nicht Paetel, sondern Pechel

S. 102, 1. Abs., 6. Z. nicht invicibilis, sondern invincibilis

S. 115, 4. Abs., 2. Z. nicht NWR, sondern NWDR

S. 122, 1. Abs., 3. Z.v.u. nicht Petrus, sondern Patras

S. 128, 2. Abs., 2. Z. Auflösung <…>: Dass ich ihm die Bibliographie zeigen werde, brauchen Sie nicht zu befürchten.

S. 129, 3. Abs., 5. Z.v.u. Auflösung <…>: Etwas anderes ist natürlich die Methode unseres Bibliographico. Übrigens ist seine Bibliographie wirklich grossartig und, soviel ich sehe, vollständig bis Juni 1952. Nur das Ausland ist sehr unvollständig.

S. 135, 2. Abs., 2. Z. nicht Wäterlin, sondern Wälterlin

S. 137, letzte Z. Auflösung <…>: Noch nicht einmal über den Besuch des Freiherrn von Schrenck-Notzing habe ich Ihnen berichtet. Er war am 13. Februar hier zu Besuch, wurde gut bewirtet, trank den besten Wein, wischte sich den Mund und liess nichts mehr von sich hören.

S. 141, 1. Abs., 2.Z. Auflösung <…>: Neske

S. 178, 7. Z. nicht Matan, sondern Mahan

S. 187, Anm. 220. Am Schluss anfügen: Gadamer hatte zu der im Verlag K. F. Koehler erschienenen Autobiographie „Denken“ 1957 eine Einleitung verfasst.

S. 212, Ziffer 1, 3.Z. nicht Boehlhaus, sondern Böhlaus

S. 217, 3.Z.v.u. nicht Librairie Général, sondern Librairie Générale

S. 272, 1. Abs., 4. Z. Auflösung <…>: Die Fragen Hepps sind etwas subaltern; wie lange ist er eigentlich schon katholisch? Seine Angst vor dem Verfassungsschutz ist rührend. Er soll sich, wenn er aktiv werden will, lieber erst einmal über den Begriff und die Praxis der »potestas indirecta» erkundigen, ehe er integrale Politik macht.

S. 282, 4. Vers v. u. nicht Unglückstracht, sondern Unglücksfracht

S. 285, Gedicht im Brief Das Gedicht bezieht sich auf die Angriffe von Prof. Adolf Schüle Mai 1960 zur 1959 veröffentlichten Festschrift für Carl Schmitt. Siehe Briefwechsel E. Forsthoff – C. Schmitt, Berlin 2005, S.79-84.

S. 290, 5. Zeile nicht Kurt, sondern Kunrat, so wie in Anm. 350 genannt.

S. 300, Gedicht, 3. Vers nicht modernen, sondern modernden

S. 300, 2. Abs., 4.Z. Auflösung <…>: Den Brief, den Sie der Verehrerin in D: Lohrer geschrieben haben, ist gut und treffend, aber die Antwort, die Weinrich im Zeit-Archiv mitteilt, beweist die Fruchtlosigkeit solcher Diskussionen.

S. 301, Anm. 361, 3. Satz. Statt des gedruckten muss er neu lauten: 1983 hat Carl Schmitt Prof. Joseph H. Kaiser testamentarisch zum Testamentsvollstrecker für den wissenschaftlichen Nachlass eingesetzt.

S. 305. Bei der Kopie eines Manuskriptes von C.S. handelt sich um einen von Carl Schmitt unter Pseudonym Dr. Ivo Schütz an die „Deutsche Zeitung“ geschickten Leserbrief.

S. 309, 2. Z. Auflösung <…>: Laufer

S. 309, 14. Z. Auflösung <…>: Pattloch

S. 309, 5. Z.v. u. Auflösung <…>: Carl Muth

S. 310, 1. Abs., 1.Z. Auflösung <…>: Laufer

S. 314, Anm. 370. Der letzte Satz muss ausgetauscht werden gegen folgendem: Die „Kaltenbrunner-Berichte“ sind die Vernehmungsprotokolle der Attentäter des 20. Juli 1944, die Kaltenbrunner für Hitler zusammenstellte und die 1961 unter dem Titel „Spiegelbild einer Verschwörung“ veröffentlicht wurden.

S. 322, Anm. 393. Die Erstauflage des Buches von J. Fijalkowski ist 1957 erschienen.

S. 336, Ziffer 2, 2. Z. nicht Gross, sondern Groh

S. 364, 1. Abs., 8. Z. nicht Otto Friedrich, sondern Otto Friedrich Flick, ältester Sohn des Konzerngründers Friedrich Flick.

S. 370, Anm. 1 nicht „Wir alle lügen“, sondern „Wir lügen alle“

S. 380, 6. Z. v.o. nicht Unescu, sondern Unesco

S. 389, 1. Abs. 6. Z. nicht Adlei, sondern Adlai

S. 408, 3. Z. Auflösung <…>: und auch Tommissen noch nicht nenne

S. 408, 7. Z. Auflösung <…>: Was Ihre Freunde vom Criticon und vor allem auch Sie selbst sich gedacht haben, als sie Tommissens Aufsatz über den Renouveau Catholique in Deutsch veröffentlichten mit all seinen sprachlichen, gedanklichen und fachlichen Ungenauigkeiten, Fehlern, Lücken, Schiefheiten etc., ist mir ein Rätsel, doch muss ich das Ihnen und Ihren Freunden überlassen.

S. 408, 10. Z. Auflösung <…>: Haben Sie das Buch von Tommissen »Over en in zake Carl Schmitt» erhalten? Teilen Sie mir doch bitte Ihren Eindruck davon mit, als Freundschafts-Hilfe, weil ich das nicht mehr verstehe und gelernt habe, Bibliographie von Biographie zu unterscheiden.

S. 410, 3. Z.v.o. Der Hinweis bezieht sich auf die Biographie von Heinz Hürten, Waldemar Gurian. Ein Zeuge der Krise unserer Welt in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, Mainz 1972

S. 426, 2. Abs., 1.Z. Der Artikel zu Niekisch von Armin Mohler erschien in „Criticon“, Nr. 59, Mai/Juni 1980

S. 432, Ziffer 5, 2.Z.v.u. nicht herablassen, sondern herabzulassen

Nach Veröffentlichung des Briefwechsels aufgefundene Briefe/Karten

Nr. 340a
AK/hs
[o.O., 7.3.67]

Mein lieber Arminius, ich mache es Ihnen leicht und bitte Sie nur, die beil. Postkarte auszufüllen (Sendezeit und Sender), damit ich Winfrid Martini hören kann. Im »Handelsblatt» lese ich, dass kein Schweizer Vertreter bei Ihrer Dankrede anwesend war; aus Ihrer Dankrede (vielen Dank!) entnehme ich, dass der Schweizer Konsul anwesend war. Offenbar ist ein neuralgischer Punkt getroffen. Den (üblen) Aufsatz im Handelsblatt (6/3/67) hat ein Redaktionsmitglied namens Fritz Hufer geschrieben; ich höre den Namen zum ersten Mal. Hat Ihnen Hans Fleig gratuliert? Ich werde mir Donnerstag die »Zeit» kaufen (»hier bedient Sie eine echte Gräfin»), was ich sonst nicht tue, um mal zu sehen oder hören, ob es dort wieder mal »geklingelt» hat.
Herzlich Ihr alter C.S.

Nr. 340b
B/hs Plettenberg
28/3/67

Mein lieber Arminius: an jedem Tag dieser letzten Woche (seit dem 16. März, an dem ich Ihren Brief aus Wiessee erhielt) wollte ich Ihnen schreiben, aber vieles hat mich gelähmt, am meisten der Anblick der lahmen »Rechten», die Ehre und Preise verteilen, ohne den von ihnen Geehrten zu verteidigen. Der Frhr. von der Heydte ist da wirklich eine überraschende Ausnahme. Nicht die biereifrigen Entrüstungsakrobaten von Links, sondern die Preis- und Spielverderber von rechts sind es, die man näher betrachten muss. Ich erinnere mich an die blamable Figur, die der traurige Heinrich von Brentano s. Zt. im Bundestag machte, als er es gewagt hatte, anzudeuten, dass Bert Brecht »engagiert», politisch engagiert war, ein bedenkenswerter Vorgang, an den auch Johannes Gross in seinem neuen Buch »Die Deutschen» S. 256 erinnert, und zwar unter der Überschrift: Macht und Geist. Hier bricht so vieles in mir auf, dass ich besser verstumme. Capisco et obmutesco.
An Ihrer Stelle, lieber Arminius, hätte ich keine gerichtliche einstweilige Verfügung beantragt. Hier ist für Sie und Ihre Freunde noch vieles zu lernen; vgl. die Glosse 5 auf Seite 109 meiner Verf.rechtlichen Aufsätze von 1958 (besitzen Sie das Buch? Ich schicke es Ihnen gern als Ostergeschenk). Dass ich Ihnen dergleichen schreibe, dürfen Sie nicht falsch verstehen. Ich meine, Sie dürfen sich die Fragen nicht von der Meute stellenlassen. Sie sind jetzt Privatdozent und Ihr Stil (auch der Ihres behaviour) wird dadurch bestimmt. Wichtiger als alles andere ist Ihre nächste wissenschaftliche Publikation.
Hoffentlich haben Sie sich in Bad Wiessee gut erholt. Was Sie mir von Ihrer Frau berichten, hat mich begeistert; ich hatte es aber auch nicht anders erwartet. Schade, dass meine gute Frau Duska diesen Puppentanz nicht erlebt hat. Grüßen Sie Edith herzlich von mir; auch Winfried Martini und seinen Sie selber vielmals gegrüsst von Ihrem alten und getreuen
Carl Schmitt