Willkommen bei der Carl-Schmitt-Gesellschaft e.V.

Die Carl-Schmitt-Gesellschaft e.V. pflegt das Andenken an Carl Schmitt im Sinne einer historisch-kritischen Begleitung und publiziert vorrangig unveröffentlichte Lebenszeugnisse und Dokumente. Die Gesellschaft ging 2010 aus dem Carl-Schmitt-Förderverein hervor, der sich 2007 mit Unterstützung der Stadt Plettenberg konstituiert hatte.

Weitere Informationen

Aktuelle Hinweise und Informationen:

Neue Forschungsliteratur

10. Juli 2022
Bibliographie neuer Veröffentlichungen von resp. zu Carl Schmitt (1. Halbjahr 2022): [Forschung]

Carl-Schmitt-Vorlesungen Band 5

1. Juli 2022
Ingeborg Villinger über das Verhältnis zwischen Gretha Jünger und Carl Schmitt.

Verzeichnis publizierter Briefe von und an Carl Schmitt

21. März 2022
Neben den Publikationen vollständiger Briefwechsel mit bestimmten Personen gibt es zahlreiche Einzelveröffentlichungen, die hier erstmals systematisch erfasst weren.  [Zur Liste veröffentlicher Briefe]

Korrekturen und Ergänzungen

10. März 2022
Die Gesellschaft zeigt wichtige Korrekturen und Ergänzungen zur Carl-Schmitt-Literatur in einer eigenen Rubrik an. [Korrekturen]

Jahresgabe 2021: "Hamlet als mythische Figur."

15. Dezember 2021
Carl Schmitts Aachener Vortrag über Hamlet vom 21. Januar 1957 [zu den Ausgaben]

Ingeborg Villinger

Gretha Jünger und die Sache selbst

Ein Porträt mit Carl Schmitt

Carl-Schmitt-Vorlesungen, Band 5

106 Seiten, 2022
Print: <978-3-428-18625-9> € 24,90 E-Book: <978-3-428-58625-7> € 22,90

Das Verhältnis zwischen Carl Schmitt und Ernst Jünger wurde über eine jahrzehntelange, politisch wechselvolle Wegstrecke durch die Akteurin Gretha Jünger beeinflusst, wie die Nahaufnahme die- ser ausgeprägt triadischen Konstellation zeigt. Dabei entfachten vor 1945 vorwiegend politische Versuchungen im Verhältnis zum Nationalsozialismus intensive Spannungen in der »Sache selbst« – sei es im umkämpften Verhältnis von Recht und Politik oder im Rahmen des institutionellen Gefüges, was nicht ohne Wirkung auf die privaten Relationen blieb. Nach 1945 wurden die spannungsgeladenen Unstimmigkeiten nicht gegenstandslos, sondern drangen in tiefere, grundsätzlichere Schichten vor und provozierten zugleich eine neue Anordnung des triadischen Bezugssystems, da Gretha Jünger mit ihrer Sicht der Dinge Carl Schmitt vielfach deutlich näher stand als ihr(em) Ehemann. Dass dennoch Carl Schmitt 1953 abrupt den Kontakt zu ihr – und nicht mit Ernst Jünger – abbrach, ist ein anderes, durch- aus schillerndes Kapitel asymmetrischer Machtdynamik zwischen den Geschlechtern, deren Abläufe hier erstmals vollständig präsentiert werden.

Weitergehende Informationen und Hinweise zur Bestellung des Buches im Verlag Duncker und Humblot.

Carl Schmitt
Gesammelte Schriften 1933–1936

mit ergänzenden Beiträgen
aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs

X, 572 Seiten, 2021
Print: <978-3-428-15762-4> geb., € 99,90 E-Book: <978-3-428-55762-2> € 89,90

Am 24. März 1933 beschloss der Reichstag das Gesetz »Zur Behebung der Not von Volk und Reich«, das sogenannte Ermächtigungsgesetz. Die Grundrechte und die parlamentarische Regierungsform der Weimarer Verfassung waren damit suspendiert. Die Diktatur begann sich zu etablieren. Der Staats- und Völkerrechtler Carl Schmitt, der bis dahin für seine Version einer Rettung der Weimarer Verfas- sung durch ein nationales Präsidialsystem gekämpft hatte, reagierte mit einer der berüchtigtsten Kehrtwenden des politischen Denkens im 20. Jahrhundert. Bis 1936 entfaltete er eine umfangreiche publizistische Tätigkeit, um das NS-Regime staats- und völkerrechtlich zu untermauern.

Der Band dokumentiert diese in den ersten vier Jahren des Dritten Reiches verfassten Abhandlungen des weltweit so umstrittenen wie einflussreichen Juristen Carl Schmitt und stellt die anhaltende Diskussion um seine Mitarbeit bei der Konsolidierung der nationalsozialistischen Herrschaft damit auf eine sichere Quellengrundlage. Aufgenommen wurden die in diesem Zeitraum veröffentlichten unselbständigen Aufsätze und Artikel sowie die Monographien »Das Reichsstatthaltergesetz«, »Staat, Bewegung, Volk« und »Nationalsozialismus und Völkerrecht«. Ergänzt wird der Band um einige nach 1936 er- schienene, anderweitig nicht greifbare Titel. Den Band beschließen Hinweise zu einzelnen Schriften und eine Bibliographie aller Werke Schmitts in dem Zeitraum 1933 bis 1944. [Zum Inhaltsverzeichnis]

Weitergehende Informationen und Hinweise zur Bestellung des Buches im Verlag Duncker und Humblot.

Jahresgabe 2021

Die vierzehnte Jahresgabe der Plettenberger Miniaturen hat das Thema „Hamlet als mythische Figur der Gegenwart“. Der Anglist Andreas Höfele hat aufgrund von Notizen Carl Schmitts zu dessen gleichnamigem Vortrag am 12.1.1957 an der TH Aachen den Kontext zusammengestellt und die einzelnen, z.T. aus der Gabelsberger Stenografie übertragenen Notizen kommentiert. Mit diesem Text hat Carl Schmitt seine jahrelangen Deutungen des Hamlet-Mythos abgeschlossen.

ISBN 978-3-9820020-3-3

Die 14. Jahresgabe kann ebenso wie die bisher erschienenen Jahresgaben zum Preis von 10,00 EUR zzgl. 2,00 EUR Versandkosten bei der Carl-Schmitt-Gesellschaft bestellt werden.

Carl-Schmitt-Gesellschaft e.V.
c/o Duncker & Humblot
Carl-Heinrich-Becker-Weg 9
12165 Berlin
postmaster@carl-schmitt.de

Übersicht über die bisherigen Jahresgaben
ISBN 978-3-9820020-3-3
Schmittiana. Neue Folge. Beiträge zu Leben und Werk Carl Schmitts

Hinweise: Schmittiana – Band III [pdf]

Hinweise: Schmittiana – Band II [pdf]

Hinweise: Schmittiana – Band I [pdf]

Bestellungen können an jede Buchhandlung oder direkt an den Verlag gerichtet werden.

Weitere Informationen zur Carl-Schmitt-Forschung

Carl Schmitt (1888-1985)

Der Staats- und Völkerrechtler ist einer der einflussreichsten deutschen Gelehrten des 20. Jahrhunderts, findet heute weltweit wachsende Aufmerksamkeit und gilt als Klassiker des politischen Denkens. Gleichzeitig sind dessen Werk und Person seit Jahrzehnten „umstritten“. Dieses Adjektiv ist für viele der einzig mögliche gemeinsame Punkt, an dem sie sich treffen können. Die einen halten die Aussage für euphemistisch, die anderen für herabsetzend. Hier könnte für die Nachgeborenen bei der Beurteilung Carl Schmitts die Maxime von Thomas Nipperdeys sein, „den vergangenen Generationen das zurückzugeben, was sie einmal besaßen, so wie jede Gegenwart es besitzt: die Fülle der möglichen Zukunft, die Ungewissheit, die Freiheit, die Endlichkeit, die Widersprüchlichkeit“. In diesem Sinn bietet die Carl-Schmitt-Gesellschaft einer interessierten Öffentlichkeit Zugänge zu Werk, Person und Zeitgeschichte.

Weitere Informationen zu Carl Schmitt